Kartoffelpürree

Was immer man als Sättigungsbeilage auf den Tisch bringen möchte, in unseren Breiten ist die Kartoffel die Favoritin schlechthin. Neben dem hohen Nährwert, der hauptsächlich dem enormen Gehalt an Kohlenhydraten in Form von Stärke zu verdanken ist, enthält die Kartoffel jede Menge Vitamine, was gemeinhin wenig bekannt ist. Aus den leckeren Knollen lassen sich vielfältige Gerichte zubereiten. Von Salzkartoffeln über Bratkartoffeln, Pommes Frites, Kartoffelsalat, Klöße, Kroketten, Kartoffelpuffer bis hin zum Kartoffelpürree steht dem Koch eine breite Palette der verschiedensten Variante zur Verfügung.

Wollen wir uns der letztgenannten Variante, dem Kartoffelpürree zuwenden. Meine Oma und später dann meine Mutter haben den „Kartoffelstamps“ immer manuell mit einem Kartoffelstampfer zubereitet. Das ist ein Küchenwerkzeug, bestehend aus einer runden, mit Löchern versehenen Metallplatte, die von zwei Klammern gehalten wird , welche in einem hölzernen Griff verankert sind. Meine Oma und meine Mutter zerstampften mit diesem Gerät die gekochten Kartoffeln und fügten dem Brei etwas warme Milch zu, um ihn etwas sämiger zu machen. Diese spartanische Zubereitungsart war der Nahrungsmittelknappheit der Nachkriegszeit geschuldet.

Anfangs verwendete ich persönlich auch einen Kartoffelstampfer, der allerdings an Stelle der Lochscheibe über eine gewundene Spirale aus stabilem Stahldraht verfügte. Später hat sich dann der Mixer auch in unserer Küche durchgesetzt. Doch nun zur Zubereitungsart:

Geschälte Kartoffeln werden mit wenig Salzwasser aufgesetzt und zum Kochen gebracht. Dabei kann man diese ruhig über den Garpunkt hinaus kochen, weil sie sich dann besser verarbeiten lassen. Die gekochten Kartoffeln danach gut abgießen und ein paar Sekunden auf dem Herd nachdämpfen, um Restwasser auszutreiben. Jetzt kommt der Mixer zum Einsatz und die Kartoffeln werden zu einem trockenen Brei verarbeitet. Diesem setze ich ausgelassene Speckwürfelchen zu, welche dem Ganzen eine kräftige Note verleihen. Die Masse wird mit einem oder zwei Eiern und einem guten Löffel Butter verfeinert. Hierbei muss man kräftig mixen, damit das Ei nicht verklumpt und optimal eingearbeitet werden kann. Nun wird langsam heiße Milch zugesetzt und solange aufgeschlagen, bis die Masse cremig wird. Hierbei gilt es, Fingerspitzengefühl zu beweisen, denn das Pürree soll wohl cremig locker werden, aber nicht verlaufen. Während des Rührens mit Salz abschmecken. Das fertige Kartoffelpürree kann, um optisch zusätzlich Punkte zu sammeln, mit einem Spritzbeutel auf dem Teller angerichtet werden. Einen ganz besonderen Pfiff verleiht dem Ganzen etwas darüber geriebene Muskatnuss. Dieses Kartoffelpürree eignet sich als Zugabe für alle nur denkbaren Speisen.